KI macht die Kernfusion schneller, und Deutschland braucht dafür eigene KI
KI ist in der deutschen Fusionsforschung angekommen. Am Wendelstein 7-X in Greifswald läuft seit der Kampagne 2025 erstmals ein KI‑System live im Kontrollraum mit, das die heißen Stellen im Plasma in Echtzeit erkennt. Proxima Fusion optimiert sein Stellarator‑Design mit KI‑Näherungsmodellen. Beides verkürzt den Weg zum Kraftwerk. Zugleich zeigt der Anthropic‑Exportstopp dieses Monats, wie verwundbar Europa beim Zugang zu Spitzen‑KI ist, ein Grund mehr für souveräne Modelle wie Aleph Alpha.
Was passiert
Am Wendelstein 7-X, dem weltgrößten Stellarator am Max‑Planck‑Institut in Greifswald, wertet seit der Kampagne 2025 ein Deep‑Learning‑System die Infrarotkameras am Divertor in Echtzeit aus. Es erkennt heiße Stellen, trennt gefährliche von harmlosen Ereignissen und speist die Auftreffzonen des Plasmas in die Magnetfeld‑Steuerung zurück. Es war das erste Mal, dass KI live im Kontrollraum eines Stellarators lief. Parallel nutzt Proxima Fusion in München KI‑Näherungsmodelle, um die komplexe Stellarator‑Geometrie zu optimieren, und hat mit der offenen ConStellaration‑Challenge die weltweite Forschungsgemeinde eingebunden. International baut Google DeepMind den schnellen Plasma‑Simulator TORAX und kooperiert mit Commonwealth Fusion Systems.
Was das für Deutschland heißt (KIPODE‑Einordnung)
KI beschleunigt die Fusion an den teuersten Stellen: Simulation, Steuerung, Sicherheit. Das verkürzt den Weg zum Kraftwerk, den die Bundesregierung mit dem Fusion Action Plan und über zwei Milliarden Euro bis 2029 absichert. Zugleich macht der Anthropic‑Exportstopp aus diesem Monat deutlich, wie schnell der Zugang zu Spitzen‑KI wegbrechen kann. Wer bei den besten Modellen abhängig bleibt, riskiert auch beim Fusions‑Rennen Tempo zu verlieren. Genau deshalb ist der Zusammenschluss von Aleph Alpha und Cohere zu einer souveränen KI‑Plattform mehr als Symbolpolitik.
Die vollständige Analyse mit allen vier KI-Anwendungen, den deutschen Startups und allen Quellen steht auf der Themenseite: KI beschleunigt die Fusion →