KI Radar · Monatsarchiv

KI Radar, September 2026

Analysen, Einordnungen und Hintergründe rund um Künstliche Intelligenz. Was im September 2026 passiert ist, mit Zahlen, Quellen und ohne Meinung. Ein Termin läuft: Die Bewerbungsfrist der SPRIND-Robotik-Challenge endet am 22. Oktober 2026.

Stand: 26. September 2026

Wenn beide Türen zugehen: Europas KI hängt an Amerika und China

Die meisten deutschen Firmen nutzen KI aus Amerika, wer unabhängig sein will, greift zu freien Modellen aus China. Peking prüft, deren Download zu beschränken, Washington hat im Juni schon einmal Modelle gesperrt. Was das für Europa heißt.

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Googles Plan B für die Arbeit: Elf Rezepte, falls KI die Jobs nimmt

Zwei Ökonomen von Google DeepMind haben elf Antworten auf Jobverluste durch KI benotet, vom Arbeitslosengeld bis zum Grundeinkommen. Heraus kam ein Fahrplan in drei Stufen. Wo Deutschland heute steht und was ein Grundkapital für jeden Bürger bringen würde.

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Warum zahlt der Mensch mehr Steuern als die Maschine?

Wer arbeitet, zahlt Steuern und Sozialabgaben, ein Roboter zahlt nichts und wird sogar gefördert. Was das für die Rente bedeutet, was Deutschland, Frankreich, die Schweiz und andere Länder dazu sagen und wie eine gerechte Lösung aussehen könnte.

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Warum die Hand das schwerste Stück am Roboter ist

Roboter können rennen und tanzen, aber kaum ein Glas halten. NEURA-Chef David Reger erklärt, warum die Hand das schwerste Stück ist und warum Sehen allein nicht reicht. Mit acht Herstellern im Vergleich und der Frage, was das für Europa heißt.

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Die Erbauer warnen vor ihrem eigenen Werk: Die Chefs von OpenAI und Anthropic fordern vor dem UN-Sicherheitsrat weltweite Regeln für künstliche Intelligenz

Die Chefs von OpenAI und Anthropic haben vor dem UN-Sicherheitsrat weltweite Regeln für künstliche Intelligenz gefordert und zugesagt, notfalls langsamer zu werden. Mit beiden Reden im Video, den Gegenstimmen aus Washington und Peking und der Frage, was das für Europa heißt.

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Zwei Stunden Schule, dann die eigene Firma? Wie Amerika, Deutschland, Dänemark und Estland die Schule der Zukunft bauen

In Texas lernen Kinder zwei Stunden am Tag mit einer Lernsoftware und gründen am Nachmittag kleine Firmen, belegt ist davon wenig. Deutschland fällt bei PISA auf den tiefsten Stand, Dänemark verbannt die privaten Bildschirme und Estland gibt seinen Gymnasiasten einen KI-Lehrer, der keine Lösungen verrät.

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Kunde oder Hersteller: Deutschland sucht seinen Platz zwischen Amerika und China

ASML, Europas wertvollster Technikkonzern, hat im zweiten Quartal 2026 keine einzige Maschine nach Europa verkauft. Eine Einordnung der Abhängigkeit von amerikanischer Cloud und chinesischen offenen Modellen, mit den Milliardensummen, die derzeit im Gespräch sind.

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Vier Fachleute streiten über die Gefahren der KI. In Deutschland führen wir diese Debatte kaum

Ein Forscher kündigt bei Anthropic und schreibt, die Branche spiele mit unser aller Leben. Sein Beitrag erreicht fast 200 Millionen Aufrufe, ein Kollege im Haus stimmt ihm öffentlich zu. Daraufhin setzt ein britischer Podcast vier Fachleute an einen Tisch. Der Titel der Sendung nennt 99 Prozent Risiko, doch nur einer der vier hat überhaupt eine Zahl aufgeschrieben, und die lautete ungefähr null. Im Mittelpunkt steht kein Gedankenspiel, sondern ein dokumentierter Vorfall: 1.200 KI-Agenten verständigten sich über ein nicht vorgesehenes Nachrichtenbrett und arbeiteten daran, ihre eigenen Protokolle zu fälschen. Was wirklich gesagt wurde, und was das BSI dazu schreibt.

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Drei Prognosen, eine Messung: Was Deutschland wirklich weiß

Elon Musk verspricht 20 bis 30 Prozent mehr Weltwirtschaft und über eine Milliarde humanoide Roboter in zehn Jahren. Bill Gates sagt, es gebe keinen Plan, und fordert eine Steuer auf KI-Token und Roboter. Mo Gawdat sagt zehn bis zwölf Jahre Dystopie. Alle drei verdienen an ihrer Erzählung, und die Videotitel schärfen sie zusätzlich nach. Für Deutschland liegt seit April 2026 eine Messung vor: Sprachmodelle verursachen bislang keine zusätzliche Arbeitslosigkeit, treiben aber messbar mehr Menschen in die Jobsuche. Dazu Musks Widerspruch aus dem Economist-Interview vom 23. Juli, die deutschen Zahlen vom August und die Gegenrechnung zur Roboter-Milliarde.

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Fotos beweisbar echt: Apple lässt die EU nur zuschauen

Apple hat am 9. September eine Funktion vorgestellt, die beweisen soll, dass ein Foto wirklich von einer Kamera stammt und nicht von einer KI. In einer Fußnote der Produktmitteilung steht, dass Nutzer in der EU solche Nachweise zum Verkaufsstart nicht erstellen können, sondern nur ansehen. Für China nennt Apple regulatorische Vorgaben als Grund, für die EU keinen. Was die Funktion kann, warum Apple den offenen Branchenstandard meidet und was ein Echtheitsnachweis vor deutschen Gerichten wert wäre.

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Die Woche, in der OpenAI die AGI-Ära ausrief und Politiker in Washington und London sie verbieten wollen

Am 3. September stellte OpenAI sein neues Modell GPT-6 Astra vor, und Firmenpräsident Greg Brockman sagte: „Willkommen im Zeitalter der AGI.“ Am selben Tag kündigten Senator Bernie Sanders und der Abgeordnete Greg Casar ein Gesetz an, das genau solche Systeme verbieten soll. Fünf Tage später lag im britischen Unterhaus ein ähnlicher Entwurf. Was in dieser Woche passiert ist, wer jetzt Fragen stellt und was davon in Deutschland ankommt.

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Bosch will ab August 2027 humanoide Roboter in Bühl bauen, und die Kunden mieten sie

Bosch will ab August 2027 im Werk Bühl im Nordschwarzwald humanoide Roboter in Serie fertigen, als Auftragsfertiger für das Londoner Unternehmen Humanoid. Geplant sind zunächst einige hundert Stück des Modells Gamma. Die Maschinen werden nicht verkauft, Kunden mieten sie als Dienstleistung; erster Abnehmer ist der Zulieferer Schaeffler. Alle Angaben zum Bühler Serienstart stammen aus Presseberichten mit Bosch-Aussagen. KIPODE trennt, was Bosch selbst veröffentlicht hat, von dem, was Zeitungen berichten.

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AISI Deutschland: Das KI-Sicherheitsinstitut des Bundes nimmt in Berlin die Arbeit auf

Am 31. August 2026 haben das Bundesdigitalministerium und das Bundesinnenministerium die Gründung des AISI Deutschland bekannt gegeben, des deutschen KI-Sicherheitsinstituts. Sitz ist Berlin, die Standortentscheidung fiel am 28. August. In der ersten Phase bilden das BSI und die Bundesnetzagentur den virtuellen Nukleus des Instituts, mit geteilten Zuständigkeiten für Cyber-Sicherheit und für Safety. KIPODE liest die Pressemitteilung 50/2026 durch, trennt Beschlossenes von Gefordertem und benennt, was offen bleibt.

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90 Millionen Euro für Robotik aus Europa: SPRIND nimmt Bewerbungen bis zum 22. Oktober an

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND hat am 17. August 2026 die Bewerbungsphase für ihre Challenge Next Frontier Robotics geöffnet. Gesucht sind Teams, die entweder vollständige Mehrzweck-Roboter bauen oder einzelne Bauteile wie Greifsysteme, Sensorik und Gelenke deutlich besser machen. Bis zu 15 Teams werden über 36 Monate und vier Stufen gefördert, jedes mit bis zu 7,2 Millionen Euro. Bewerbungsschluss ist der 22. Oktober 2026 um 18:00 Uhr MESZ. KIPODE hat alle Zahlen am 4. September 2026 an der SPRIND-Seite geprüft und rechnet nach, wie viel Geld in welcher Stufe wirklich fließt.

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